Das Paleo Autoimmunprotokoll bei Autoimmunerkrankungen

Paleo Autoimmunprotokoll
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22 KOMMENTARE

  1. Ihre Liste mit „guten“ und „schlechten“ Lebensmitteln ist nicht ganz schlüssig.
    Z.B. steht „Zuckerrübensirup“ auf beiden Listen!
    Solche Details finde ich sehr schwierig, wenn man auf Vorschläge/Tipps vertrauen soll.

  2. Hallo Herr Auerswald,
    nun bin ich verwirrt – auf der Liste stehen alle möglichen Kohlsorten, von denen ich dachte, dass sie für den Darm schwer verdaulich sind, so dass man grade während einer Entzündungsphase darauf verzichten sollte. So finde ich hier Brokkoli, Blumenkohl, aber auch Steckrübe usw. Zuckerrübensirup steht übrigens immer noch drin, und was Rohrohrzucker auf der Liste zu suchen hat, erschließt sich mir auch nicht. Dann doch lieber Xylit oder Kokosblütenzucker.

    Beste Grüße

    Elisa

    • Hallo und danke für Ihre Fragen,
      Kohl wird in maßvollen Mengen in der Regel gut vertragen und ist sehr nährstoffreich. Wenn Sie beobachten, dass Ihre Verdauung mit Kohlgemüse auch in geringen Mengen nicht zurecht kommt, klar – dann ist es empfehlenswert, Kohl zu umgehen. Die meisten unserer Leser vertragen ihn jedoch gut, bereiten ihn bekömmlich zu, und berichten von Besserungen hinsichtlich allgemeinem Wohlbefinden und Darmgesundheit.
      Kokosblütenzucker ist im Grunde genau das selbe wie Rohrohrzucker – diesen haben wir in der Liste gelassen, weil er in geringen Mengen als Süßungsmittel ein kleineres Übel als raffinierter Zucker oder Süßstoffe ist. Aber natürlich, darüber kann man auch streiten, und man könnte ihn auch aus der Liste streichen. Völlig einverstanden.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

      • Hallo Herr Auerswald, vielen Dank für die Antwort – da bin ich erleichtert, denn aufgrund der Informationen hätte ich schweren Herzens Kohl gestrichen, den ich sehr gut vertrage. Doch ich hatte befürchtet, dass er Schaden im Darm anrichtet, ohne dass man es bemerkt (ich vertrage gefühlt im Grunde alles, daher ist eine Einschränkung bei mir eher rational und nach Informationen von außen geleitet, um den ATP-Entzündungswert zu drosseln und vor allem um weiteren Autoimmunkrankheiten vorzubeugen). Letztlich würde sich das ja auch in den Entzündungswerten der Schilddrüse zeigen, ob man etwas vertragen hat oder nicht, richtig?
        Jedenfalls danke ich Ihnen sehr, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese beiden Listen zu erstellen, die sehr sehr hilfreich sind und dazu noch dermaßen umfangreich, dass es völlig nachvollziehbar ist, wenn sich hie und da mal eine kleine Dopplung einschleicht, die man ja auch schnell eliminieren kann. Dass man Zucker im Grunde in jedweder Form am besten vermeidet, ist ja letztlich auch eine Binsenweisheit (nur Xylit soll ja für die Zahngesundheit gut sein und ich dachte, Kokosblütenzucker sei ein niedrig-glykämisches Lebensmittel und daher als Süßungsmittel ganz gut).
        Also nochmal vielen herzlichen Dank!
        Mit freundlichen Grüßen
        Elisa

  3. Ich bin etwas verwundert, dass Schweinefleisch erlaubt ist. Ich habe mal gelernt, Schweinefleisch bei Entzündungen wäre nicht gut???

    • Hallo und danke für Ihre Frage,
      Bei guter Verträglichkeit von Schweinefleisch im Allgemeinen und, wenn es Bio und unverarbeitet ist, spricht nicht viel dagegen. Fleisch ist nicht gleich Fleisch.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  4. Ich habe Reizdarmsyndrom und habe mich drei Monate lang sehr genau an die hier erklärte Paleo-Therapie von Sarah Ballantyne gehalten. Dadurch konnte ich mein leaky gut therapieren (mein Zonulin Wert ist immens runter gegangen) und meine Symptome sehr stark reduzieren. Langfristig konnte ich viele Nahrungsmittel wieder einführen, die ich vorher nicht vertragen habe. Meine Ernährung ist immer noch auf Paleo ausgerichtet, aber nicht mehr so streng wie während der Paleo-Therapie. Ich kann die Paleo-Therapie nur empfehlen! Britta

  5. Mir erschließt sich nicht, warum Nüsse per se schlecht sein sollen?! Nach welchen Kriterien wurden die Listen erstellt oder habe ich es überlesen?

    • Hallo Herr Kurz,
      Entscheidend ist der Gehalt an Antinährstoffen wie Phytinsäure und Lektine, die sich bei Menschen mit empfindlichem Darm negativ auf Darmgesundheit, Immunsystem und Kreislauf auswirken. Nüsse enthalten große Mengen dieser Stoffe und sollten bei bestimmten Indikationen nur in geringen Mengen oder gar nicht konsumiert werden.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  6. Bei mir wurde eine Autoimmunkrankheit der Leber festgestellt und nun möchteich einmal ihre Ernährungstipps nach dem Autoimmunprotokoll ausprobieren.
    Problem finde ich das Frühstück. Wie könnte das aussehen?
    Wären glutenfreie Haferflocken okay?
    Vielen Dank für eine Antwort

    • Hallo und danke für Ihre Frage,
      Glutenfreie Haferflocken sind beim Protokoll ein häufiges Streitthema. In guten Büchern wie „Die Paläo Therapie“ wird Obst als Grundlage für das Frühstück empfohlen, Fisch mit Gemüse – oder die Reste vom Vortags-Mittag-/bzw. Abendessen. Auch gibt es einige gute und brauchbare Rezeptbücher zum Autoimmunprotokoll.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo Sylvia,
      Ja, Leinöl ist gesund. Beim Autoimmunprotokoll wird es erfahrungsgemäß dennoch nicht empfohlen aufgrund einiger hormonaktiver Inhaltsstoffe (Lignane) und des hohen Anteils mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Autoimmunerkrankte leiden häufig an erhöhtem oxidativem Stress, das würde das Leinöl oxidieren).

      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  7. Ich habe recherchiert zu dem Phytingehalt von Nüssen und bin auf die Information gestossen, dass wenn die Nüsse ausreichen lang eingeweicht werden in Wasser und anschliessend gewaschen werden sie diesen Gehalt verlieren und die Nähstoffe frei aufgenommen werden können von uns.
    Was sagen sie dazu?

    • Hallo Kathrin,
      Das ist völlig richtig. Jedoch nimmt sich kaum jemand diese Zeit und es kam häufig Verwirrung auf – daher hat man sich beim AIP darauf verständigt, Nüsse nicht zu empfehlen. Nummer sicher quasi.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

    • Hallo Frau Zimmermann,
      Fleisch ist zwar nährstoffreich, aber nicht überlebenswichtig. Wenn Sie wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Kupfer und B-Vitamine auch über andere Lebensmittel decken können, ist das in Ordnung.
      Viele Grüße,
      Martin Auerswald

  8. Hallo! Mein Post soll keine Kritik darstellen, nur ein paar Denkanreize setzen. Ich hoffe sehr, dass auch Meinungen die vielleicht nicht bei jedem sofort auf Akzeptanz stossen, hier als gleichwertig akzeptiert und gepostet werden. Und nun zum Thema AIP-Protokoll 😉 Wer sich einmal die Zeit nimmt und sich kritisch mit Pflanzen in der Ernährung beschäftigt, wird wohl zu dem Schluss kommen, dass sehr sehr viele, wenn nicht die meisten Kultur- (aber auch Wildpflanzen) bei Auto-Immunproblemen konsequent gemieden werden sollten. Dabei ist zu bedenken, dass auch jede Art von Getreide, Samen, Nüssen und Hülsenfrüchten und Obst zur Gruppe der „Pflanzen“ gehören, nicht nur Gemüse. Das Autoimmun-Protokoll hat prinzipiell einen sehr guten Ansatz, aber auch große Schwachstellen. Warum und wo? Es sind weiterhin Pflanzen im AIP aufgeführt, die große oder sogar sehr große Mengen an bestimmten Antinährstoffen und Pflanzentoxinen enthalten. (Allgemein gehören zu den Pflanzentoxinen bzw. Antinährstoffen bspw. folgende: Phytate, Lektine, Oxalat, Tannine, Trypsin, Goitrogene, Solanin, Isoflavine, Saponine.) Antinährstoffe schädigen oder zerstören z.B. die nur einzellige Deckschicht des Dünndarms was bereits alleine stehend die Resorption von Vitaminen und anderen Nährstoffen drastisch senkt. Zudem verhindert bspw. Oxalat durch Komplexbildung die Aufnahme der theoretisch enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente. Die häufig zu lesene Empfehlung viel „Gemüse und Obst jeder Art“ bei AI’s zu essen, ist daher kontraproduktiv für den Darm und dadurch auch für das gewünschte Abklingen der chronischen Entzündung. Einweichen, kochen, keimen lassen, jede Art der Vorbehandlung ist leider nicht ausreichend, wenn die Person auf Antinährstoffe bereits in kleinsten Mengen (auch unbemerkt) reagiert. Nur das konsequente Meiden ist zielführend. Als Beispiele aus dem AIP seien da einmal genannt: Knoblauch (Allicin), rote Beete (hat mit den höchsten Oxalat-Gehalt!), Spargel, Spinat (Oxalat), Radieschen und jede Art von Kohl, Brokkoli (Goitrogene!) usw. Ich kann hier unmöglich jede problematische Obst-/Gemüse-Sorte aufzählen, die Recherche muss man selbst vornehmen. Gerade auf englischsprachigen Seiten wird man am besten fündig, in Deutschland ist man bei diesem Thema wieder einmal etwas hinterher sozusagen 😉 Im Prinzip sind nur sehr wenige Gemüsesorten mit einigermaßem gutem Gewissen regelmäßig verzehrbar, wie Fenchel, Gurke, Zucchinis, Karotten, einiges Obst. Auch da muss wieder auf individuelle Verträglichkeit geachtet werden! Auch bei Pflanzenölen wie Kokos- oder Olivenöl wäre ich vorsichtig, dieses Erzeugniss kennt der Mensch in seiner Evolution praktisch gar nicht und sie stehen im Verdacht, das KHK Risiko über die Erzeugung von chronischen Entzündungen zu fördern. Das Thema „chronische Entzündung“ ist hier auch beim Thema Autoimmunerkrankungen das Stichwort. Man sollte sich zunächst einer vollständigen Leaky-Gut-Diagnostik unterziehen (geht nur beim Privatarzt bzw. wird von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt, von den privaten Kassen hingegen schon), dazu verschiedene Entzündungparameter im Blut messen lassen (CRP alleine ist nicht ausreichend!), und seinen gesamten (!) Vitamin- sowie Mineralstoff- und Spurenelement-Haushalt (letzteres im Vollblut) messen lassen. Anschließend sollten alle Mängel mit Vitaminpräparaten ausgeglichen werden. Leider nimmt man bei Leaky Gut auch Supplements/Vitaminpräparate nicht mehr richtig gut zu sich, was vielen Veganern und Vegetarieren ein bekanntes Problem ist. Die Leaky-Gut-Werte und Entzündungswerte kann man zur regelmäßigen Kontrolle nutzen, ob die Ernährungs-Umstellung den gewünschten Erfolg bringt oder nicht. Das bedeutet, man steigt zunächst mit dem AIP ein und lässt dabei aber auch sämtliche fragwürdigen Obst- und Gemüsesorten weg. Bio- und Weideprodukte von Tieren, wie z.B. insbesondere rotes Fleisch enthalten alle (!) notwendigen Vitamine, Mineralien, und Spurenelemente, sämtliche B-Vitamine, Q10, Carnitin, wichtiges Häm-Eisen, vollständiges Protein. Alles in genau den richtigen Mengen, und zudem keinerlei Antinährstoffe. Damit heben sie sich massiv von den pflanzlichen Nahrungsmitteln ab. Einzig zum Thema Vitamin C gibt es Kontroversen, aber Vitamin C lässt sich unproblematisch und darmfreundlich zuführen, falls man sich unsicher ist. Später kann man versuchen einzelne „nicht erlaubte“ Lebensmittel wieder einzuführen und sehen, ob man sie verträgt. Es gibt mittlerweile viele Berichte von Menschen, die sogar mit einer Ernährung mit ausschliesslich (frischen, hochqualitativen, ethisch und lokal erzeugten) Tierprodukten in Remission gegangen sind bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen („Carnivore Diet“). Da man bei dieser Art der Ernährung nur wenige Kohlenhydrate aufnimmt, besteht auch keine Gefahr von Diabetes oder deutlich erhöhtem Cholesterin mehr (im Normalfall). Das große Problem in der heutigen westlichen Ernährung sind nämlich nicht die Tierprodukte oder Tierfette an sich, sondern die Unmengen und vor allem die Kombination an/von Kohlenhydraten mit pflanzlichen und tierischen Nahrungsfetten. Diese Kombination ist hoch entzündungs- und diabetesfördernd. Blutdruck und Blutwerte wie Blutfette, Blutzucker kann man übrigens regelmäßig zum kleinen Preis selbst checken lassen wenn man während der Ernährungsumstellung diese Werte im Blick haben möchte. Man muss sich jedenfalls nicht wundern, wenn man dem „klassischen“ AIP folgt und sich dennoch weiterhin die chronische Entzündungsproblematik nicht oder nicht ausreichend verbessert, weiterhin Darmprobleme oder IBS bestehen bleiben. Die Gründe siehe oben. Es ist daher auch sehr unwahrscheinlich, dass ein Vegetarier oder Veganer seinen Leaky Gut / seinen Reizdarm heilen und die chronischen Entzündungen beseitigen kann, zumal diese Art der (Mangel-) Ernährung immer nach spätestens einigen Jahren zu starken Nährstoffmängeln führt, egal wie „gut“ man sie ausführt. Der Mensch hat in hunderttausenden von Jahren fast ausschliesslich Tierprodukte zu sich genommen, und damit wunderbar gelebt und sich weiterentwickelt. Frische, lokal erzeugte, tierproduktbetonte omnivore Ernährung ist evolutionär gesehen ganz klar DIE „artgerechte“ Ernährung des Menschen. Der Ackerbau hingegen ist gerade mal ein paar Jahrtausende alt. Seit „empfohlen“ wird mehr und mehr Getreide und Pflanzen in die Ernährung aufzunehmen, explodieren die Zahlen sämtlicher Zivilisationskrankheiten und Autoimmunkrankheiten geradezu. Kein Wunder, da sehr viele Pflanzen bzw. die daraus hergestellten Nahrungsmittel nun einmal Stoffe (s.o.) enthalten, die chronische Entzündungen im Darm auslösen, die dann irgendwann dass gesamte Sytem betreffen. Was jeder AI-Betroffene machen kann ist, zumindest für ein paar Monate konsequent das AIP ohne die fraglichen Pflanzen oder wenn gut verträglich sogar die Carnivore-Diet auszuprobieren und zu beobachten, ob das die Entzündungsproblematik beseitigt oder deutlich verbessert.

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