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Schlüsselrolle von Hormonen bei der Entstehung von Brustkrebs

2 Minuten

Geschrieben von:

Kornelia C. Rebel

Medizinisch überprüft von:

Dr. Barbara Müller

Inhaltsüberblick

Zuletzt aktualisiert am 24. November 2022 um 17:35

Jede Patientin reagiert verschieden auf Hormontherapie

Die Studie mit dem Titel „Steroidliganden, die vergessenen Auslöser der nuklearen Rezeptorwirkung; Implikationen für erworbene Resistenz gegen endokrine Therapie“ wurde im Magazin Clinical Cancer Research veröffentlicht. Das Hormon Östrogen hat demnach nachweislich einen Einfluss auf die Entwicklung von Brustkrebs und es gibt starke Hinweise darauf, dass auch andere Hormone wie Androgene eine wichtige Rolle spielen können.

Laut WHO wurde im Jahr 2020 bei 2,3 Millionen Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Abgesehen von Hautkrebs ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Irland. Bei 3.600 Frauen wird in Irland jedes Jahr Brustkrebs diagnostiziert, und die meisten von ihnen erhalten eine Hormontherapie.

Patienten können jedoch unterschiedlich auf eine Hormontherapie ansprechen, wobei einige eine positivere Reaktion zeigen als andere. Die neue Studie analysierte die Hormonprofile von Patientinnen, um den Forschern ein tieferes Verständnis dafür zu vermitteln, wie Brustkrebszellen von verschiedenen Hormonen beeinflusst werden und warum Patientinnen unterschiedlich auf eine Hormontherapie ansprechen.

Die Studie ergab, dass Hormonprofile vor und nach der Behandlung eine wesentliche Rolle für den Therapieerfolg spielen. Dieses Ergebnis öffnet die Tür für weitere Studien mit größeren Patientenkohorten, um die Erfolgsraten im Zusammenhang mit der Brustkrebsbehandlung zu verbessern.

Hormone sind starke Signalmoleküle. Sie regeln zahlreiche Stoffwechselfunktionen. Seit über 100 Jahren wissen wir, dass Östrogene eine Rolle beim Wachstum von Brustkrebs spielen. Viele der gebräuchlichen Medikamente der Krebsbehandlung dienen dazu, die Menge von Hormonen zu reduzieren oder ihre Wirkung zu blockieren.

Dr. Marie McIlroy, Studienleiterin und Dozentin für Endocrine Oncology Research and RCSI University of Medicine and Health Sciences: „Indem wir den Tumorhormonspiegel jeder einzelnen Person betrachten, erhalten wir eine bessere Vorstellung von den Unterschieden zwischen Menschen, die gut auf eine Hormonbehandlung ansprechen, und solchen, die dies nicht tun, und können so möglicherweise fundiertere Entscheidungen über Behandlungsmöglichkeiten für Patienten treffen.“

Quelle:

Rachel Bleach, Stephen F. Madden, James Hawley, Sara Charmsaz, Cigdem Selli, Katherine M. Sheehan, Leonie S. Young, Andrew H. Sims, Pavel Souček, Arnold D. Hill and Marie McIlroy. Steroid Ligands, the Forgotten Triggers of Nuclear Receptor Action; Implications for Acquired Resistance to Endocrine Therapy. Clin Cancer Res July 15 2021 (27) (14) 3980-3989. (https://clincancerres.aacrjournals.org/content/27/14/3980)

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