Parkinson mit Rotwein und Beeren bekämpfen

Rotwein trinken mag manchmal ein sündhaftes Vergnügen sein... aber neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Rotwein auch eine mächtige Waffe gegen die Verwüstungen der Parkinson-Krankheit sein könnte. Die Antioxidantien in Rotwein und Früchten wie Beeren könnten das Fortschreiten der neurodegenerativen Bewegungsstörung verlangsamen, schlägt eine neue Studie US-amerikanischer Wissenschaftler vor.

Closeup of hands of young nurse holding hands of an senior lady

Zuletzt aktualisiert am 9. Mai 2022 um 13:36

Können Flavonoide die Lebensdauer verlängern?

Nach Auskunft der Forscher können Menschen mit Parkinson ihre Lebensdauer vermutlich mit Antioxidantien verlängern. Wenn sie drei oder mehr Portionen Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Flavonoiden pro Woche essen, verringert sich ihre Wahrscheinlichkeit, früh zu sterben im Vergleich zu Menschen, die nicht so viele flavonoidreiche Lebensmittel verzehren.

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„Flavonoide sind natürlich vorkommende pflanzliche Nahrungsbestandteile, die reich an Obst und Gemüse sind. Sie geben diesen Pflanzen verschiedene Farben“, sagte der leitende Forscher Dr. Xiang Gao. Er ist Direktor des Labors für Ernährungsepidemiologie an der Pennsylvania State University.

„Die Anpassung an ein gesundes Ernährungsmuster mit viel buntem Obst und Gemüse, selbst nach der Parkinson-Diagnose, könnte das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Überlebensrate verbessern“, fügte er hinzu.

Dennoch könne die Studie nicht beweisen, dass Flavonoide das Leben von Parkinson-Patienten verlängerten. Sie gebe nur einen Hinweis darauf, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Die aktuelle Studie liefere jedoch Belege für die neuroprotektive Wirkung von Obst und Gemüse.

Flavonoide, die in einigen Früchten, Tees und Rotweinen enthalten sind, können die Blut-Hirn-Schranke schnell überwinden und oxidativen Stress, Entzündungen und Atherosklerose im Gehirn lindern, was die Auswirkungen von Parkinson verringern könnte, sagten die Forscher.

Für die Studie sammelten Gao und seine Kollegen Daten von mehr als 1.200 Menschen mit Parkinson-Krankheit im Durchschnittsalter von 72 Jahren. Die Patienten litten im Durchschnitt bereits 33 Jahre lang an der Krankheit. Alle vier Jahre beantworteten sie Fragen zu ihrer Ernährung. Konkret wurden sie gefragt, wie oft sie Tee, Äpfel, Beeren, Orangen und Orangensaft konsumieren.

Während der Studie verstarben 75 % der Patienten. Davon starben 513 an Parkinson, 112 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 69 an Krebs.

Die Forscher fanden heraus, dass diejenigen, deren Ernährung die meisten Flavonoide enthielt, eine um 70 % höhere Überlebenschance hatten als Menschen, deren Ernährung die geringste Menge an Flavonoiden enthielt.

Quelle:

Zhang X, Molsberry SA, Yeh TS, Cassidy A, Schwarzschild MA, Ascherio A, Gao X. Intake of Flavonoids and Flavonoid-Rich Foods, and Mortality Risk Among Individuals With Parkinson Disease: A Prospective Cohort Study. Neurology. 2022 Jan 26:10.1212/WNL.0000000000013275. doi: 10.1212/WNL.0000000000013275. Epub ahead of print. PMID: 35082171. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35082171/)

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