Ginseng stärkt die Lebensgeister

Die Einnahme von rotem Ginseng über 4 Wochen hinweg kann chronische Erschöpfungszustände wirksam lindern. Das zeigte eine kleine klinische Studie, die unter der Führung von Dr. Jacob Teitelbaum durchgeführt wurde. Der US-Amerikaner Dr. Teitelbaum ist Spezialist für Fibromyalgie und chronisches Erschöpfungssyndrom. Zwei Drittel aller Studienteilnehmer berichtete, dass der hydroponisch angebaute Ginseng ihre Energie steigerte.

Wichtig: Hydroponisch angebauter Ginseng

An der Studie nahmen insgesamt 188 Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom, Fibromyalgie und postviraler Erschöpfung teil. Sie erhielten 4 Wochen lang jeden Tag Pulver von der Wurzel von rotem Ginseng, der hydroponisch angebaut wurde.

In hydroponischen Systemen wachsen Pflanzen nicht in Erde. Stattdessen erhalten sie Nährstoffe in flüssiger Form. Ihre Wurzeln bekommen auf diese Weise verstärkt Sauerstoff. Der in der Studie verwandte rote Ginseng enthält nach Auskunft des Studienautors etwa die 7-fache Menge an aktiven Verbindungen, sogenannten edlen Ginsenosiden, im Vergleich zu herkömmlichem Ginseng.

Die Ergebnisse der Studie sprechen für sich. 67 % der Teilnehmer berichteten, dass sich ihre Energie steigerte. 48 % berichteten über verbesserte geistige Klarheit. Besseren Schlaf verzeichneten 46 %. Eine Steigerung der Ausdauer stellten 72 % fest.

„Chronisches Erschöpfungssyndrom und Fibromyalgie (CFS/FMS) betreffen 2,1 % der Weltbevölkerung und etwa 10 bis 25 % der Menschen, die COVID-19 hatten“, sagte Dr. Teitelbaum, der die Studie gemeinsam mit Sarah Goudie vom Kona Research Center in Hawaii durchführte. Frühere klinische Daten deuteten bereits darauf hin, dass Pulver von Ginsengwurzeln die Symptome deutlich verbessern konnte. Dr. Teitelbaum wies darauf hin, dass die aktuelle Studie die Anwendung zur Verbesserung von Energie, Kognition und Ausdauer untersuchen sollte.

Diese offene prospektive Studie umfasste Teilnehmer mit schwerem CFS/FMS, die einen Monat lang eine tägliche Nahrungsergänzung von Ginseng-Kapseln oder Kautabletten einnahmen. Insgesamt 188 Probanden schlossen die einmonatige Behandlungsstudie ab. 60,1 % der Studienteilnehmer verzeichnete eine Verbesserung ihrer Symptome.

Diese Studie zeigte, dass dieses rote Ginsengwurzelpulver zu einer signifikanten Verbesserung bei Menschen mit CFS und Fibromyalgie führte. Dazu gehörte auch die Untergruppe mit postviralem CFS/FMS.

„Ich habe mich für diesen besonderen Ginseng entschieden, weil er unter sehr sauberen hydroponischen Bedingungen angebaut wird und mit Wachstumsfaktoren und strategischen Herausforderungen ausgestattet ist“, erklärte der Studienautor. Diese Aufzucht stimuliert seiner Auskunft nach die Pflanze, eine wesentlich höhere Menge an edlen Ginsenosiden zu produzieren als beim traditionellen Anbau. Die enthaltene Menge sei mit 20 Jahre altem Ginseng vergleichbar, der wild gewachsen ist.

Quelle:

Teitelbaum, Jacob & Goudie, Sarah. (2021). An Open-Label, Pilot Trial of HRG80™ Red Ginseng in Chronic Fatigue Syndrome, Fibromyalgia, and Post-Viral Fatigue. Pharmaceuticals. 15. 43. 10.3390/ph15010043. (https://www.researchgate.net/publication/357417936_An_Open-Label_Pilot_Trial_of_HRG80_Red_Ginseng_in_Chronic_Fatigue_Syndrome_Fibromyalgia_and_Post-Viral_Fatigue)

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